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Klassisches Rheuma oder rheumatoide Arthritis

Chronische Entzündungen der Gelenke

Was ist Rheuma?

Das klassische Gelenkrheuma (rheumatoide Arthritis, chronische Polyarthritis) ist vom Weichteilrheuma (Fibromyalgie) abzugrenzen. Nur bei ersterem kommt es zu Entzündungen in den Gelenken und Gelenkinnenhäuten sowie Sehnenansätzen, die mit Entzündungshemmern eingedämmt werden müssen. Die betroffenen Gelenke, v.a. Hand-, Finger- und Zehengelenke, sind gerötet, überwärmt und aufgetrieben. Unbehandelt kommt es zur fortschreitenden Zerstörung der Gelenke mit schwerem Verschleiß (sekundäre Arthrose). Vom Rheuma (Arthritis) ist auch die Arthrose, der Gelenkverschleiß, abzugrenzen, der sich auch (in leichterer Form) entzünden kann.

Wie wird Rheuma konventionell behandelt?

Die konventionelle Rheuma-Therapie besteht aus nicht-steroidalen Antirheumatika (z.B. Diclofenac), Cortison, Immunmodulatoren (z.B. Methotrexat) und TNFa-Blockern. Die Behandlung wird in der Regel durch einen Rheumatologen veranlasst und überwacht. Das Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung in den Gelenken einzudämmen, so dass keine weitere Zerstörung stattfindet. Dies ist wichtig, um spätere Funktionseinschränkungen zu verhindern.

Wie wird Rheuma ganzheitlich behandelt?

Beim Rheuma (rheumatoide Arthritis) erfolgt die ganzheitliche Therapie nur in Ergänzung zur konventionellen Behandlung – sozusagen komplementär. Im Vordergrund steht auch hier die Eindämmung der Entzündungsaktivität. Pflanzliche Medikamente (z.B. Weihrauch), bestimmte Vitalstoffe und Akupunktur helfen oft, Schmerzen zu reduzieren und chemische Rheumamittel einzusparen. Hier sollten „Schulmedizin“ und „Komplementärmedizin“ (Naturheilkunde) Hand in Hand gehen. In bestimmten Fällen stellt auch die Blutegeltherapie eine mögliche Behandlungsform dar.