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Zoster-Neuralgie (Postzosterneuralgie, Postherpetische Neuralgie)

Schmerzen nach Gürtelrose oder Gesichtsrose

Gürtelrose bzw. Gesichtsrose ist eine Reaktivierung eines Infektes mit Windpockenviren (Varizella-Zoster-Virus, VZV), der zur Gruppe der Herpesviren gehört. Durch Alter, Immunschwäche, Stress oder andere Krankheiten können die „schlafenden“ Viren in den Nervenzellen erweckt werden und zu schmerzhaften Hautausschlägen mit kleinen Bläschen führen. Gelegentlich halten die Schmerzen nach Abheilen der Hautveränderung für Wochen, Monate oder Jahre an. Diese sogenannte Zoster-Neuralgie (oder Postzosterneuralgie) kann häufig durch eine frühzeitige Schmerztherapie noch während der Phase mit den Hautausschlägen verhindert werden.

Sind chronischen Zoster-Schmerzen eingetreten, helfen Injektionen im Sinne der Neuraltherapie oder therapeutischen Lokalanästhesie, Akupunktur, Blutegeltherapie, Reizstrom und Schmerz-dämpfende Pflaster mit Lidocain (Lokalbetäubungsmittel) oder Capsaicin (Chili-Extrakt). Hochdosierte B-Vitamin-Infusionen führen zu einer schnelleren Erholung der Nerven, Vitamin C stärkt das Immunsystem (Orthomolekulare Medizin-Vitalstoffmedizin).

Im Bereich der konventionellen Schmerzmittel können Antidepressiva und Antiepileptika sowie bestimmte Opioide eingesetzt werden, wenn die Schmerzen durch andere Maßnahmen nicht zu kontrollieren sind.