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Orthomolekulare Medizin

Die Lehre von den Vitalstoffen

Die Orthomolekulare Medizin stellt die Behandlung mit Vitalstoffen dar. Dazu gehören Vitamine und andere naturidentische Wirkstoffe. In niedriger Dosis können sie mit der Ernährung zugeführt werden, in hoher (wirksamer) Dosis nur in Form von Nahrungsergänzungsmitteln (bzw. selten auch von Arzneimitteln).

Für die Schmerztherapie relevant sind vor allem folgende Vitalstoffe:

  • Vitamin D: Ein Mangel ist erstens sehr häufig und führt zweitens relativ oft zu Knochen-, Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • B-Vitamine sind für die Nervenfunktion und indirekt für die Muskeltätigkeit erforderlich. Gerade Nervenschmerzen wie Polyneuropathie, Neuralgien, Karpaltunnelsyndrom und Migräne lassen sich oft gut mit B-Vitaminen behandeln.
  • Vitamin C (Ascorbat) wirkt entzündungshemmend und kann vor allem bei entzündlichen Prozessen wie der rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden. Ein hochdosierter Einsatz ist nur als Infusionstherapie möglich.
  • Omega3-Fettsäuren tragen ebenfalls zur Entzündungshemmung beim Rheuma bei.
  • Magnesium entspannt die Muskeln und kann vor allem bei muskulären Verspannungen, Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt werden.
  • L-Carnitin und Coenzym Q10 (Ubichinon) sind wichtige Muskelvitalstoffe, die für eine kraftvolle Muskelaktivität erforderlich sind. Bei Fibromyalgie und Muskelschmerzen sind diese Substanzen häufig defizitär.
  • Serotonin ist ein wichtiger Schmerzhemmer und ein Glückshormon im Zentralnervensystem. Bei Stress, Depressionen und chronischen Schmerzen sowie bei chronischen Verdauungsstörungen treten Mangelzustände auf, die chronische Schmerzen unterhalten können. Der Serotoninspiegel in den Nervenendigungen kann durch Johanniskraut und Antidepressiva angehoben werden, aber auch durch die Gabe der Serotonin-Vorstufen Tryptophan und 5-Hydroxytryptophan.
  • SAMe ist ein schmerzhemmender und muskelentspannender Vitalstoff, dessen Wirksamkeit bei Arthrose durch einige Studien belegt werden kann.
  • Glukosamine, Chondroitinsulfat und Prolin unterstützen ferner den Knorpelaufbau beim Gelenkverschleiß (Gelenkschmerz / Arthrose).

Vor allem bei chronischen Schmerzerkrankungen in Kombination mit Erschöpfung sollte nach mitochondrialen Störungen gesucht werden, also nach einer Schwäche der “Kraftwerke der Zellen” (Mitochondrien).