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Trigeminusneuralgie

Einschießende Schmerzattacken im Gesicht

Was ist eine Trigeminusneuralgie?

Die Trigeminusneuralgie ist eine Kopfschmerzform mit einer Nervenreizung des Trigeminusnerven im Gesicht. Es gibt auf jeder Seite 3 Nervenäste: der 1. Ast führt zur Stirn und zum Auge, der 2. Ast zum Oberkiefer und der 3. Ast um Unterkiefer. In einer und zwei dieser Regionen treten (in der Regel einseitig) kurze, sekundenlange heftige Schmerzattacken auf, die häufig von Augenrötung, Tränen oder Naselaufen begleitet sind. Zwischen den Schmerzattacken besteht typischerweise Schmerzfreiheit. Die Attacken können durch Kauen, Zähneputzen, Sprechen, Luftzug oder Berührung ausgelöst werden.

Wie wird eine Trigeminusneuralgie schulmedizinisch behandelt?

Die konventionelle Therapie besteht überwiegend aus antiepileptischen Medikamenten wie Carbamazepin, die den Trigeminusnerven beruhigen. In bestimmten Fällen, wenn am Schädel eine Reizung des Nerven durch eine vorbeiziehende Schlagader nachgewiesen wird, kann eine Operation hilfreich sein.

Welche ganzheitlichen Therapieoptionen gibt es?

Die Naturheilkunde erweitert die Behandlungsmöglichkeiten durch Akupunktur, die in der Regel sehr gut wirksam ist. Häufig müssen die Nadeln jedoch an der nicht betroffenen Gesichtsseite appliziert werden, weil ansonsten Schmerzattacken ausgelöst werden können. Des Weiteren kann die Neuraltherapie mit einem speziellen Nasenspray sowie mit Injektionen an ein Nervengeflecht im Wangenbereich hilfreich sein. Zudem kann mittels Manueller Therapie oder Triggerpunktbehandlung versucht werden, Verspannungen im Gesichts-, Kaumuskel- und Nackenbereich zu lockern. Entspannungsverfahren, Achtsamkeitstraining und Stressbewältigung können helfen, die Schmerzattacken besser zu ertragen.

Dr. med. Gerrit Sütfels ist unser Schmerzspezialist.

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